Mittwoch, 9. Dezember 2020

Dem Stern folgen bis zum Kind

Am 21.12.2020 kommt es zu einem besonderen Himmelsereignis. Die beiden Planeten Jupiter und Saturn begegnen sich am Himmel für den Betrachter auf der Erde so nah, dass sie zu einem großen Punkt verschmelzen.

Links vom Turm 09.12.20 - Jupiter und Saturn kommen sich jeden Tag näher

Dies nennt man die Große Konjunktion. Der Begriff leitet sich vom lateinischen "coniunctio" ab, das sich mit "Verbindung" übersetzen lässt. Das Ereignis am Himmel "verbindet" sich mit dem Betrachter auf der Erde. Wer muss hier nicht an den Stern von Bethlehem denken und an das Kind in der Krippe? Gott will sich durch seinen Sohn in der Krippe mit uns Menschen verbinden. Dass dieses Ereignis ausgerechnet ein paar Tage vor der Vigil von Weihnachten (Heiligabend) stattfindet und zusammenfällt mit dem Festtag des Heiligen Apostel Thomas, 21.12., also dem ungläubigen Thomas, erscheint wie eine Ironie des Himmels. 

"Ob auch die scheinbare Nahbegegnung der beiden Planeten vor dem Weihnachtsfest des Corona-Jahres 2020 eine prophetische Bedeutung hat, bleibt zumindest abzuwarten. Sicher aber lädt sie uns ein, zurückzublicken auf die erste Weihnacht, als selbst die Himmel die Geburt des Erlösers verkündeten!" von Michael Hesemann entnommen hier 

Wer jetzt neugierig geworden ist und noch staunen kann, sollte sich nochmal genau erklären lassen, wohin er sich am Himmel orientieren muss, um die beiden "Königsplaneten" unseres Sonnensystems am 21.12.2020 zu erblicken:

Mittwoch, 11. November 2020

St. Martin nur ein Legende?

 

 11. Nov. Fest des hl. Martin, Bischof und Bekenner, + um 400 in Frankreich

Zu Sabria in Ungarn geboren, war MARTINUS zuerst Soldat und wurde mit 18 Jahren getauft. Nachher wurde er Schüler des hl. Hilarius zu Poitiers, dann Einsiedler und gründete das Kloster Ligugé bei Poitiers. 371 oder 372 gegen seinen Willen zum Bischof von Tours erwählt, war er unermüdlich tätig. Man rühmte an ihm seinen Gebetsgeist, seine Wunderkraft und seine Menschenfreundlichkeit bei unerbittlicher Strenge gegen sich selbst. In seinem Munde sei nichts anderes gewesen als Christus, in seinem Herzen nur Güte, Frieden und Erbarmen. 

In diesem Jahr werden Land auf und Land ab die St. Martinszüge ausfallen! Die Martinsumzüge sind eine der ältesten christlichen Traditionen des Abendlandes. So manches Kinderauge blieb nicht trocken als die Absagen verkündet wurden. 

Hätte der Heilige Martin selber sich diesem gebeugt?

Um die Kinderaugen ein wenig zu trocknen, sei hier auf folgende Bastelanleitung für Kinder hingewiesen, hier.

 


Den Erwachsenen sei das folgende Reclam Heft dringend empfohlen Sulpicius Severus: Vita sancti Martini / Das Leben des heiligen Martin. Verfasst und aufgezeichnte von einem aquitanischen Adeligen der den heiligen Martin persönlich kannte und erlebte. 

Hier können die Erwachsenen einmal nachlesen aus welchem Holz der heilige Martin geschnitzt war und prüfen ob nicht das eigene Holz morsch geworden ist?


 


Dienstag, 20. Oktober 2020

Tonsur und Soutane 2020

Die 11 deutschsprachigen Seminaristen des zweiten Jahres aus Wigratzbad haben ihre Tonsur und die Soutane aus den Händen von Erzbischof Haas (Vaduz) empfangen, wie hier berichtet wird. Dazu einige beeindruckende Bilder:


 

Besonders erfreulich ist, dass unter diesen Seminaristen auch junge Männer aus Düsseldorf und Köln dabei sind.

Wir bitten die Leser dieses Blogs für die angehenden  Priester zu beten, damit die Kirche eine Zukunft hat!

 



Die Rückkehr von Glanz und Schönheit Teil II

 

 Oder wie man Messingleuchter richtig reinigt:
 

Freitag, 4. September 2020

CNA Deutsch berichtet: Der kleine Tarzisius – Illustriertes Messbuch für Kinder ab 4 Jahren

Endlich gibt es ein neues, zeitgemäßes und gleichzeitig sehr schönes Kindermessbuch für kleine Kinder für die außerordentliche Form des römischen Ritus, weiter hier


Sonntag, 23. August 2020

Wer war der heilige Tarzisius?

In Anlehnung an das hier erschienene Messbuch "Der kleine Tarzisius" wollen wir einmal auf den Heiligen eingehen, der den Namen dieses Buches geprägt hat, Text zuerst erschienen hier.

 

Schutzheiliger der Ministranten und Erstkommunionkinder!

 

Der hl. Tarzisius wird verehrt als Schutzheiliger der Ministranten und Erstkommunionkinder.

Sein Gedenktag ist der 15. August, am Festtag Mariä Himmelfahrt.

Der Überlieferung zufolge war er ein 15-jähriger Junge, der als Akolyth oder Diakon

dem Priester in der Seelsorge half. Er lebte in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in Rom.

Es war eine Zeit, in der die christliche Gemeinde Roms schwere Verfolgung zu erdulden hatte.

Der Legende zufolge wurde er in Ausübung seines Dienstes, nämlich während er die Heilige Eucharistie zu Gefangenen und Kranken brachte, erschlagen und erlitt so, die hl. Gaben schützend, das Martyrium.

Dies berichtet die Legende vom heiligen Tarzisius:

Wir befinden uns an einem Tag um das Jahr 264 nach Christus. Nach der hl. Messe in einer Katakombe an der Via Appia spendet Pater Festus der römischen Christengemeinde den Segen. 

 

 Die Christen haben Angst. Der als grausame bekannte Kaiser Nero hat dort, wo er Christen in Rom vermutete, Teile der Stadt anzünden lassen. Jetzt geht das Gerücht um, die Christen hätten selbst das Feuer gelegt. Nero verlangte, die Christen sollten ihre Mitchristen anzeigen, denn nur dann könnten sie des Kaisers Freunde sein. Durch diese Form der Denunziation kamen viele in die Gefängnisse Roms.

In dieser aufgeladenen Stimmung nimmt sich Pater Festus den zwölfjährigen Tarzisius, den er gut kennt, zur Seite und beauftragt ihn:

"Nimm diesen Krug mit Wein und dieses Tuchbündel mit dem gebrochenen Brot und verstecke es unter deiner Tunika. Begib dich heute Abend zu der kleinen Straße durch den Circus Maximus. Begib dich auf dem kürzesten Weg in das erste Haus der Straße. Dort warten Ursula und Linus auf dich. Ihnen übergibst du alle die eucharistischen Gaben, das heilige Brot und den Wein. Unsere Alten und Kranken warten darauf. Sie sollen durch diese Gottesgaben gestärkt werden."

Pater Festus, der wusste, dass Tarzisius ein gutes Herz hat und dazu noch zuverlässig ist, spricht weiter:

"Du wirst Grüße und Segenswünsche von mir und von uns allen ausrichten. Bei Mutter Ursula kannst du dich mit einem kräftigen Abendessen stärken. Danach bringst du den leeren Krug und das Tuch zu mir zurück. Gehe im Frieden Christi, lieber Tarzisius."

So einen Auftrag bekommt Tarzisius nicht zum ersten Mal. Er weiß, wie er sich zu verhalten hat. So nimmt er frohen Mutes den Krug und das Tuchbündel unter sein Gewand und macht sich auf den Weg.

Bei der Arena des Circus Maximus herrscht viel Betrieb. Drei gleichaltrige Jungen vertreiben sich hier die Zeit. Als sie Tarzisius sehen, rufen sie:

 

"Komm, wir brauchen noch jemanden, sonst können wir das Würfelspiel nicht spielen".

Tarzisius, der zwei von ihnen kennt und schon oft mit ihnen gespielt hat, antwortet:

"Ein anderes Mal gerne. Jetzt muss ich weiter. Ich werde erwartet."

Aulus, einer von den dreien, sagt:

"Sei kein Spielverderber. Wir warten auf dich."

Tarzisius bleibt nicht stehen sondern sagt im Weitergehen:

"Heute nicht, Kameraden, aber ich wünsche euch einen schönen Abend."

Da ruft ihm Alanus wütend nach:

"Du bist ein Feigling, Tarzisius! Und überhaupt, was trägst du eigentlich unter deinem Umhang? Das muss etwas Kostbares sein, dass du es so eilig hast. Wir wollen es sehen."

Tarzisius aber bewahrt sein Geheimnis, auch wenn er ihnen erklärt:

"Ich trage Brot und Wein mit mir!

Lasst mich weitergehen."

Da reißen die drei Jungen dem Tarzisius voller Wut den Umhang vom Leib. Dabei fällt der Tonkrug zu Boden und zerbricht. Tarzisius will wenigstens noch das heilige Brot schützen. Er klammert das Tuch, in dem es eingewickelt war, fest in seine Hände.

Die drei Jungen lachen höhnisch und schimpfen ihn aus:

"Wir zeigen dir, was passiert, wenn jemand so feige ist wie du bist."

 

Sie schlagen Tarzisius und werfen Steine auf ihn. Plötzlich liegt Tarzisius blutend und regungslos auf der Straße. Seine drei angeblichen Kameraden lassen den Schwerverletzten einfach liegen und rennen voller Panik davon.


Erst viel später, es ist bereits Nacht, sucht Pater Festus den treuen Tarzisius. Er findet ihn nur noch tot. Dabei umklammert er mit seinen Händen noch immer fest den kleinen Tuchbeutel mit dem heiligen Leib Christi.

 

Pater Festus bringt den kleinen aber großen Tarzisius in eine der Katakomben und legt ihn in ein Nischengrab und betet:

"Herr Jesus, wir bitten dich, gib uns allen den Mut und die Kraft, wie Tarzisius sie hatte. Dann brauchen wir uns auch vor den Soldaten des Kaisers Nero nicht mehr zu fürchten."

 

 

Montag, 17. August 2020

Der kleine Tarzisius ist da!

Erste Eindrücke!

Wie hier schon berichtet, ist in diesen Tagen bei der Verlagsbuchhandlung Sabat hier, das Kindermessbuch "Der kleine Tarzisius"erschienen. 

Im Vorwort von Raymond Leo Kardinal Burke heißt es: ..."Ich erinnere mich aus meiner eigenen Vorbereitung auf die Erstkommunion, wie die Ordensschwestern uns in das Leben und Martyrium des heiligen Tarzisius einführten. Es ist so wichtig, schon in unseren ersten Lebensjahren die Realität der Gemeinschaft von kämpfender und triumphierender Kirche zu kennen. Der heilige Tarzisius hat mir durch sein Beispiel und seine Fürsprache geholfen, das größte Geheimnis unseres heiligen katholischen Glaubens, das eucharistische Mysterium, immer besser kennen und tiefer lieben zu lernen."