Dienstag, 1. Dezember 2015

Paramente - Heilige Gewänder

Heilige Gewänder gab es schon im Alten Testament. Sie wurden genau nach den Vorschriften des Moses gefertigt und von den Priestern getragen, sooft sie ihre Dienste verrichteten, denn so sprach Gott zu Moses: „Heilige Gewänder soll man für deinen Bruder Aaron und für seine Söhne anfertigen, damit sie mir als Priester dienen. Man soll dazu Gold, violette Purpurwolle, roten Purpur, karmesinroten Stoff und Byssus verwerten.“ (Ex 28, 4 f.)


Weiß ist die Farbe der Freude und der Reinheit. Sie wird gebraucht an Weihnachten und Ostern, an den Festen des Herrn und der Gottesmutter, der Engel, sowie aller Heiligen, die keine Märtyrer sind.

Diese Gewänder dienen nicht nur zur größeren Feierlichkeit, sondern sie enthalten eine Botschaft. Schlüssel zum Verständnis des symbolischen Gehaltes jedes einzelnen Gewandes sind die Ankleidegebete. Während der Priester sie verrichtet, wird das geweihte Gewand ihm selbst zur Predigt, die ihm nahe legt, ein der Würde seines Amtes entsprechendes Leben zu führen.
 





Schließlich sei noch ein wichtiger Aspekt der Symbolik der heiligen Gewänder erwähnt: Durch sie wird der Priester gleichsam ‚verdeckt‘. Seine Person tritt zurück, um den sichtbar zu machen, den er vertritt, den ewigen Hohenpriester, Jesus Christus.


Text entnommen aus "Zum Altare Gottes will ich treten"

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